Hämorrhoiden: Innere vs. Äußere Hämorrhoiden und Behandlungsmöglichkeiten

Hämorrhoiden: Innere vs. Äußere Hämorrhoiden und Behandlungsmöglichkeiten
Henriette Vogelsang 22 November 2025 9 Kommentare

Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland erlebt im Laufe seines Lebens Hämorrhoiden. Viele ignorieren die Symptome aus Scham - doch das ist ein Fehler. Hämorrhoiden sind keine Seltenheit, sondern eine häufige, gutartige Erkrankung der Aderkissen im Enddarm. Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob sie innere oder äußere Hämorrhoiden sind. Die Behandlung hängt direkt davon ab.

Was sind Hämorrhoiden eigentlich?

Hämorrhoiden sind keine krankhaften Wucherungen, sondern normale, mit Blut gefüllte Aderkissen, die normalerweise dabei helfen, den After abzudichten. Sie liegen tief im Enddarm und sind Teil der natürlichen Anatomie. Wenn sie jedoch durch Druck geschwollen werden - etwa durch Verstopfung, langes Sitzen auf der Toilette oder Schwangerschaft - werden sie problematisch. Dann entstehen innere oder äußere Hämorrhoiden, je nachdem, wo genau die Schwellung auftritt.

Die entscheidende Grenze ist die Dentatlinie, eine anatomische Linie im Analbereich. Alles oberhalb davon ist mit Schleimhaut bedeckt, die keine Schmerzrezeptoren hat. Alles darunter ist mit Haut bedeckt - und das ist extrem empfindlich.

Innere Hämorrhoiden: Bluten, aber kaum Schmerzen

Innere Hämorrhoiden liegen innerhalb des Rektums, oberhalb der Dentatlinie. Weil sie keine Schmerzfasern haben, verursachen sie oft keine Schmerzen - zumindest nicht in den frühen Stadien. Das Hauptanzeichen ist hellrotes Blut: auf dem Toilettenpapier, im WC oder als Streifen auf dem Stuhl. Manche spüren ein Völlegefühl oder den Eindruck, den Darm nicht vollständig geleert zu haben.

Ärzte teilen innere Hämorrhoiden in vier Grade ein, nachdem sie sich ausbreiten:

  • Grad I: Blutung, aber keine Ausstülpung.
  • Grad II: Sie treten beim Pressen aus, ziehen sich aber von selbst zurück.
  • Grad III: Sie treten aus und müssen mit dem Finger zurückgedrückt werden.
  • Grad IV: Sie bleiben ständig außen und lassen sich nicht mehr zurückdrücken.

Grad III und IV können sehr unangenehm sein - nicht wegen Schmerz, sondern wegen ständiger Reizung, Feuchtigkeit und dem Gefühl, etwas „herauszuhängen“. In diesen Fällen ist eine Behandlung fast immer nötig.

Äußere Hämorrhoiden: Schmerz, Juckreiz, sichtbare Knötchen

Äußere Hämorrhoiden entstehen unter der Haut am After, also unterhalb der Dentatlinie. Hier sitzen viele Nervenenden - daher sind sie schmerzempfindlich. Sie fühlen sich an wie kleine, weiche Knötchen oder Schwellungen. Typisch sind:

  • Starker Juckreiz am After
  • Empfindlichkeit beim Sitzen
  • Sichtbare, oft rötliche oder hautfarbene Knötchen
  • Ein Druckgefühl oder Fremdkörpergefühl

Am schlimmsten werden sie, wenn sich ein Blutgerinnsel bildet - das nennt man thrombosierter externer Hämorrhoid. Dann wird das Knötchen plötzlich hart, blau-violett und schmerzt wie verrückt. Man kann kaum sitzen, gehen oder sich hinsetzen. Das ist ein Notfall - nicht weil es lebensbedrohlich ist, sondern weil der Schmerz so intensiv ist, dass er den Alltag lahmlegt.

Ein thrombosierter Hämorrhoid muss innerhalb von 72 Stunden behandelt werden, sonst wird der Schmerz nur noch länger anhalten. Die Standardmethode: ein kleiner Schnitt, um das Gerinnsel rauszulassen. Das dauert fünf Minuten, und der Schmerz lässt oft sofort nach.

Was ist ein prolapsierter Hämorrhoid?

Ein prolapsierter Hämorrhoid ist eigentlich eine innere Hämorrhoid, die sich so stark ausgeprägt hat, dass sie aus dem After herausragt. Das ist meist ein Grad-III- oder Grad-IV-Problem. Es fühlt sich an, als ob etwas „heraushängt“. Manche spüren es nur beim Abwischen, andere sehen es im Spiegel - und fühlen sich danach beschämt. Aber: Es ist kein Krebs, keine Infektion, kein Zeichen von Versagen. Es ist eine anatomische Reaktion auf langanhaltenden Druck.

Die Angst, dass es etwas Schlimmeres ist, ist verständlich. Aber: Wenn du Blut siehst, denk nicht automatisch an Hämorrhoiden. Darmkrebs, Entzündungen wie Morbus Crohn oder Analfissuren können genauso bluten. Eine Analfissur ist ein Riss in der Schleimhaut - sie verursacht scharfe, stechende Schmerzen beim Stuhlgang, oft mit einem „Zerreißen“-Gefühl. Hämorrhoiden jucken eher, sie bluten, aber schmerzen nur, wenn sie thrombosiert oder prolapsiert sind.

Junge Person sitzt auf einem Fußhocker im Dampf der Badewanne, während ein Geistführer auf ein medizinisches Diagramm zeigt.

Warum entstehen Hämorrhoiden?

Es gibt keine einzige Ursache. Es ist immer eine Kombination aus Faktoren:

  • Verstopfung: Häufiges Pressen belastet die Venen im Enddarm.
  • Langes Sitzen auf der Toilette: Selbst 10 Minuten können reichen - besonders wenn man liest oder scrollt.
  • Übergewicht: Mehr Gewicht = mehr Druck auf das Becken.
  • Schwangerschaft: Bis zu 35 % der Schwangeren bekommen Hämorrhoiden. Der wachsende Bauch drückt auf die Venen.
  • Heben schwerer Lasten: Auch im Fitnessstudio oder bei der Arbeit.
  • Durchfall: Auch häufiges Gehen zur Toilette reizt und belastet.

Und ja: Es ist erblich. Wenn deine Mutter oder dein Vater Hämorrhoiden hatte, ist dein Risiko höher.

Behandlung: Von Zuhause bis zur Operation

Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad und Art der Hämorrhoiden.

Leichte Fälle: Zuhause beginnen

Für Grad I und II reichen oft einfache Maßnahmen:

  • Ballaststoffe: 25-30 Gramm pro Tag. Das sind 3 Portionen Gemüse, 2 Obst, Vollkornbrot, Haferflocken, Leinsamen.
  • Trinken: 1,5-2 Liter Wasser täglich. Ohne Flüssigkeit helfen Ballaststoffe nicht.
  • Sitzbad: 15-20 Minuten in warmem Wasser, 2-3 Mal am Tag. Das beruhigt die Schleimhaut und reduziert Schwellung.
  • Wickel oder Cremes: Mit Hamamelis oder Hydrocortison - aber nur kurzfristig. Keine „Wundermittel“ aus dem Internet kaufen. Die meisten sind wirkungslos oder reizen die Haut noch mehr.
  • Fußhocker: Stell einen kleinen Hocker unter die Füße, wenn du auf der Toilette sitzt. Das hebt die Knie höher als die Hüften - und reduziert den Druck im Enddarm um 30 %.

Mittelschwere Fälle: Minimally invasive Methoden

Wenn Hausmittel nicht helfen, gibt es schonende Verfahren für innere Hämorrhoiden:

  • Gummibandligatur: Ein kleines Gummiband wird um die Basis der Hämorrhoiden gelegt. Sie sterben ab und fallen nach ein paar Tagen ab. Erfolgsrate: über 90 % bei Grad I-III. Leichter Druckgefühl danach - aber kein echter Schmerz.
  • Sklerosierung: Eine Lösung wird in die Hämorrhoiden gespritzt. Sie verkleben und schrumpfen.
  • Infrarotkoagulation: Ein kurzer Wärmestrahl verödet das Gewebe. Schnell, schmerzlos, ambulant.

Alle drei Methoden sind ambulant, dauern weniger als 15 Minuten und erlauben schnelle Rückkehr zur Arbeit.

Starke Fälle: Operation

Bei Grad IV, wiederkehrenden Hämorrhoiden oder thrombosierten äußeren Hämorrhoiden, die nicht besser werden, ist eine Operation nötig.

  • Hämorrhoidektomie: Die Hämorrhoiden werden komplett entfernt. Die erfolgreichste Methode - Erfolgsrate 95 %. Aber: Die Genesung dauert 2-4 Wochen. Der Schmerz ist intensiv - oft braucht man starke Schmerzmittel.
  • Stapler-Hämorrhoidopexie: Die Hämorrhoiden werden nach oben gezogen und festgenäht. Weniger Schmerz als bei der klassischen Operation, aber etwas höhere Rückfallrate.

Wichtig: Nach einer Operation ist die Ernährung entscheidend. Wer nach der OP weiterhin wenig Ballaststoffe isst, hat fast immer wieder Hämorrhoiden. Wer 30 Gramm Ballaststoffe und 2 Liter Wasser täglich einhält, reduziert das Rückfallrisiko auf unter 10 %.

Was du nicht tun solltest

Vermeide:

  • Keine „Wundercremes“ aus dem Internet - die sind oft mit Steroiden oder Kortison versetzt und schaden langfristig der Haut.
  • Kein langes Sitzen auf der Toilette - nicht mal mit Handy.
  • Kein Pressen - wenn du nicht kannst, geh aufstehen, warte 15 Minuten, versuch’s später nochmal.
  • Kein selbstständiges „Zurückdrücken“ von prolapsierten Hämorrhoiden mit unsauberen Händen - das kann Infektionen verursachen.
Chirurg kämpft gegen ein monströses, thrombosiertes Hämorrhoidenwesen mit einem Lichtskalpell in einer medizinischen Isekai-Szene.

Wann zum Arzt?

Gehe zum Arzt, wenn:

  • Das Blut nicht aufhört - besonders wenn du dich schwach oder schwindelig fühlst.
  • Der Schmerz nicht besser wird, obwohl du Zuhause alles richtig machst.
  • Du Veränderungen in deinen Stuhlgewohnheiten merkst - z. B. dünnere Stühle, Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall.
  • Ein Knötchen plötzlich hart, blau und extrem schmerzhaft wird - das könnte ein thrombosierter Hämorrhoid sein.
  • Du über 50 bist und zum ersten Mal Blut im Stuhl hast - dann muss ein Darmkrebs ausgeschlossen werden.

Ein Arzt kann mit einer Anoskopie (einer kleinen Kamera) genau sehen, was los ist. Keine Angst - es ist schnell, wenig unangenehm und entscheidend für die richtige Diagnose.

Wie lange dauert die Genesung?

Bei konservativer Behandlung: 1-2 Wochen bis zur Linderung. Bei Gummibandligatur: 5-7 Tage bis zum Abfallen der Hämorrhoiden. Nach Operation: 2-4 Wochen bis zur vollständigen Heilung. Aber: Wer nach der Behandlung seine Ernährung nicht ändert, hat in 6 Monaten oft wieder Hämorrhoiden.

Die Erfolgsquote ist hoch - wenn du dich an die Regeln hältst. 80 % der Patienten, die Ballaststoffe und Wasser konsequent einhalten, haben keine Rückfälle mehr.

Prävention: Die beste Behandlung

Die meisten Hämorrhoiden sind vermeidbar. Das ist die einfachste Regel:

  • Iss mehr Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte.
  • Trink genug Wasser - nicht nur, wenn du Durst hast.
  • Gehe nicht länger als 5 Minuten auf die Toilette.
  • Vermeide schweres Heben - oder lerne, es richtig zu machen.
  • Beweg dich - Spaziergänge, Treppensteigen, Schwimmen - alles hilft.
  • Wenn du schwanger bist: Mache Beckenbodengymnastik und schlafe auf der linken Seite.

Hämorrhoiden sind kein Tabu. Sie sind medizinisch gut verstanden, leicht zu behandeln - und fast immer heilbar. Wer sie ignoriert, leidet länger. Wer sie ernst nimmt, lebt schmerzfrei.

Können Hämorrhoiden Krebs sein?

Nein, Hämorrhoiden sind keine Krebsform. Sie sind gutartige, geschwollene Venen. Aber: Blut im Stuhl kann auch ein Zeichen von Darmkrebs sein - besonders bei Menschen über 50 oder wenn es zum ersten Mal auftritt. Deshalb muss immer abgeklärt werden, ob es wirklich Hämorrhoiden sind oder etwas anderes. Ein Arzt kann das mit einer einfachen Untersuchung feststellen.

Kann ich mit Hämorrhoiden Sport machen?

Ja, aber nicht alles. Laufen, Schwimmen, Radfahren und Yoga sind gut - sie fördern die Durchblutung und verhindern Verstopfung. Vermeide jedoch schweres Gewichtheben, Crossfit oder Übungen, bei denen du stark pressen musst. Das erhöht den Druck im Bauch und verschlimmert die Hämorrhoiden.

Wann ist eine Operation unumgänglich?

Eine Operation wird nötig, wenn innere Hämorrhoiden ständig herausragen (Grad IV), wenn sie trotz Gummibandligatur zurückkehren, oder wenn äußere Hämorrhoiden thrombosiert sind und nicht innerhalb von 72 Stunden besser werden. Auch bei starken Blutungen, die zu Anämie führen, ist eine Operation die beste Lösung.

Warum jucken Hämorrhoiden so stark?

Äußere Hämorrhoiden liegen in einer Hautregion mit vielen Nervenenden. Wenn sie geschwollen sind, reizen sie die Umgebung, produzieren Feuchtigkeit und führen zu Reizungen. Das lockt Juckreiz und manche reiben oder kratzen - was die Situation nur noch schlimmer macht. Sanfte Waschungen und kühlende Cremes helfen, aber nicht kratzen!

Hilft Kaffee bei Hämorrhoiden?

Nein. Kaffee kann die Darmbewegung anregen, aber er entzieht dem Körper Flüssigkeit - und das verschlimmert Verstopfung. Wenn du Hämorrhoiden hast, trinke lieber Wasser, Kräutertee oder Gemüsesäfte. Koffein ist kein Freund von Hämorrhoiden.

Sind Hämorrhoiden ansteckend?

Nein, Hämorrhoiden sind nicht ansteckend. Sie entstehen durch Druck und Belastung, nicht durch Viren oder Bakterien. Du kannst sie nicht durch Berührung, Sex oder gemeinsame Toiletten bekommen. Es ist eine individuelle Belastungsreaktion - kein Infekt.

Wenn du jetzt denkst: „Ich habe das alles schon mal erlebt“ - dann bist du nicht allein. Und du kannst es besser machen. Die erste Maßnahme: Ernährung ändern. Die zweite: Zum Arzt gehen. Die dritte: Nicht warten, bis es schlimmer wird.

9 Kommentare

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    steve o'connor

    November 23, 2025 AT 04:59

    Ich hab das letzte Jahr auch Hämorrhoiden bekommen, nachdem ich drei Monate lang nur noch Pizza und Energy Drinks gegessen hab. War peinlich, aber der Arzt hat mich nicht gerichtet - hat mir nur gesagt: "Du bist kein Einzelfall." Sitzbad mit Salz und mehr Gemüse hat alles geändert. Keine Cremes, keine Wundermittel - nur Essen und Wasser.

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    Nils Heldal

    November 23, 2025 AT 06:23

    Die Erklärung mit der Dentatlinie ist endlich mal klar und präzise. Viele Ärzte reden um den heißen Brei herum, aber hier wird deutlich, warum innere Hämorrhoiden nicht wehtun - und äußere einen in den Wahnsinn treiben. Ich hab das letzte Mal einen thrombosierten Hämorrhoiden gehabt - 72 Stunden später war ich im OP-Saal. Der Schnitt hat den Schmerz sofort weggenommen. Keine Angst vor dem Arzt - es ist kein Drama, es ist Medizin.

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    Linn Tammaro

    November 24, 2025 AT 15:10

    Ich hab als Schwangere Hämorrhoiden bekommen - und ja, es ist eklig, aber nicht schlimm. Der Fußhocker war mein Retter. Und ich hab nie gedacht, dass ein kleiner Holzblock unter den Füßen so viel verändert. Ich hab mir den von IKEA gekauft, für 12 Euro. Hat mehr geholfen als alle Cremes zusammen. Und ja: mehr Ballaststoffe. Ich hab jetzt jeden Morgen Haferflocken mit Leinsamen - und trinke Wasser wie eine Wasserschlauch. Kein Wundermittel, aber es funktioniert.

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    Kari Littleford

    November 25, 2025 AT 05:21

    Ich hab das ganze Thema lange ignoriert, weil ich dachte, es ist nur eine vorübergehende Unannehmlichkeit, aber nachdem ich zwei Monate lang jeden Morgen Blut auf dem Toilettenpapier gesehen habe, hab ich mich doch endlich zum Arzt geschleppt. Die Anoskopie war nicht schön, aber absolut erträglich - und danach wusste ich endlich, was los war. Ich hatte Grad-II-Hämorrhoiden, und die Gummibandligatur hat sie in einer Woche gelöst. Ich hab vorher gedacht, das ist so etwas wie eine Operation mit Narkose - aber nein, es ist ein 10-Minuten-Eingriff, ohne Betäubung, und du gehst danach nach Hause und isst Mittag. Ich hab mich nur gefragt, warum ich nicht früher gegangen bin. Jeder, der Blut im Stuhl hat, sollte das nicht ignorieren - es ist nicht nur Hämorrhoiden, es könnte auch was anderes sein. Und wenn es Hämorrhoiden sind, dann ist die Behandlung so einfach, dass es fast schon lächerlich ist, dass so viele leiden, nur weil sie sich schämen.

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    Siw Andersen

    November 26, 2025 AT 05:49

    Was für eine phänomenale, fast literarische Aufbereitung dieses medizinischen Themas. Ich habe den Text wie einen Essay gelesen - mit subtiler Ironie, klarer Struktur und einer poetischen Präzision, die man selten in Gesundheitsartikeln findet. Die Dentatlinie als anatomische Grenze zwischen Schmerz und Stille? Genial. Und die Erwähnung des Fußhockers als sozio-kulturelle Revolution im Alltag? Ein Meisterstück. Dieser Beitrag sollte in medizinischen Lehrbüchern zitiert werden - nicht nur als Anleitung, sondern als Kunstwerk der Aufklärung.

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    Bjørn Ole Kjelsberg

    November 26, 2025 AT 11:13

    Ich hab den Artikel gelesen - und muss sagen: fast alles ist korrekt. Aber die Aussage, dass Kaffee "nicht hilft", ist irreführend. Koffein ist ein Diuretikum - ja - aber es stimuliert auch die Darmperistaltik. Studien zeigen, dass moderate Kaffeekonsum (2-3 Tassen/Tag) bei Personen mit chronischer Verstopfung sogar die Stuhlfrequenz erhöht. Die Aussage "Kaffee ist kein Freund von Hämorrhoiden" ist übertrieben und nicht evidenzbasiert. Wer sagt, dass jeder mit Hämorrhoiden verstopft ist? Ich trinke Kaffee, esse viel Ballaststoffe, und habe seit fünf Jahren keine Probleme. Die allgemeine Verallgemeinerung ist gefährlich. Und: Wer sagt, dass man 30 Gramm Ballaststoffe braucht? Die WHO empfiehlt 25, nicht 30. Kleine Ungenauigkeiten führen zu falschen Verhaltensweisen.

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    Kristin Beam

    November 26, 2025 AT 18:13

    Ich komme aus Norwegen, wo man über solche Themen nicht spricht - aber hier in Deutschland sehe ich, wie offen man damit umgeht. Das ist beeindruckend. Ich hab meinen Vater letztes Jahr überredet, zum Arzt zu gehen - er hatte seit 20 Jahren Hämorrhoiden und dachte, das sei normal. Jetzt macht er Sitzbäder, trinkt Wasser, und hat wieder Freude am Leben. Es ist nicht nur medizinisch, es ist menschlich. Danke für diesen Text - er hilft, Scham zu brechen.

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    Cathrine Damm

    November 26, 2025 AT 22:07

    Wusstet ihr, dass die Pharma-Industrie Hämorrhoiden bewusst vergrößert, damit mehr Menschen Cremes und Operationen kaufen? Die ganze Geschichte mit den Ballaststoffen ist ein Ablenkungsmanöver. Wer hat jemals bewiesen, dass Ballaststoffe wirklich helfen? Die Studien werden von Firmen finanziert, die Lebensmittelprodukte verkaufen. Und der Fußhocker? Ein Trick der Möbelindustrie. Ich hab es getestet - ich sitze auf dem Boden, und es geht besser. Die Wahrheit? Die Leute sitzen zu viel - und die Regierung will nicht, dass wir uns bewegen. Hämorrhoiden sind ein Zeichen der Unterdrückung durch die Gesellschaft. Geh raus. Geh barfuß. Und hör auf, dich von Medizinern manipulieren zu lassen.

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    Dag Arild Mathisen

    November 27, 2025 AT 06:21

    Ich hab als Arzt in einer Gemeindepraxis gearbeitet - und Hämorrhoiden sind das häufigste Problem, das Patienten erst nach Monaten bringen. Die meisten sagen: "Ich dachte, es geht von selbst." Aber das ist falsch. Ich hab 2023 über 120 Gummibandligaturen gemacht - und 95 % waren zufrieden. Keine OP, kein Schmerz, keine Ausfallzeit. Und der größte Erfolg? Wenn jemand nachher sagt: "Ich hab nie gedacht, dass das so einfach ist." Also: Wenn du Blut siehst, geh zum Arzt. Nicht weil du Angst hast - sondern weil du es verdienst, ohne Schmerz zu leben. Und ja - trink Wasser. Und iss Gemüse. Einfach. Aber wirksam.

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